Ganzjährig geöffnet
Eintritt frei

Herzlich willkommen

im Heide-ErlebnisZentrum

Wie sah die Heide früher aus - wir nehmen Sie mit in die Eiszeit

Hier erhalten Sie den Schlüssel zur Heide

Das Heide-Erlebniszentrum in Undeloh macht die Heidelandschaft begreifbar. Ein Besuch lohnt sich das ganze Jahr.

In der eisigen Vergangenheit wird erklärt, wie die heutige Landschaft von Eis und Wind geformt wurde. Alte Heidebauern, Schäfer und Imker erzählen von ihrer Arbeit, die aus dichtem Wald weite Heide entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht der Hauptdarsteller „Besenheide“.

Im Obergeschoß lernen Sie die tierischen und maschinellen Landschaftspfleger von Verein und Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide kennen. Der Pflegemix erhält eine vielfältige blühende Heidelandschaft.

Auch in der Gegenwart ist der Eingriff durch den Menschen wichtig, denn nur so kann die Kulturlandschaft erhalten werden. Was von Menschenhand geschaffen wurde, muss hier von Menschenhand erhalten werden!


Zurück in die Vergangenheit

Eine „eisige Zeitreise“

Blaues Licht lockt in das Untergeschoss. Das Zeitrad dreht sich zurück, denn nun taucht der Besucher in die Eiszeiten ein, die die Lüneburger Heide prägten. Ein wichtiger Baustein, um die Geschichte der Landschaftsentstehung zu erzählen. Wurden damals doch die Voraussetzungen für die heutige Gestalt der Heide geschaffen.

Dem Besucher wird die Möglichkeit geboten, sich unter dem Sternenhimmel auf Eisschollen niederzulassen und in die atemberaubende Welt der Gletscher einzutauchen, wissenswertes und faszinierendes vom Druck des Eises und dem Einfluss des Windes erzählt zu bekommen. Er kann selbst aktiv werden und unter das Naturschutzgebiet schauen, indem er Bodenschnitte aus einem Landschaftsmodell herauszieht. 

 

... Heide ist mehr!

Die typischen Landschaften der Lüneburger Heide

Großformatige Fotostelen von Wald, Moor und Wiese mit Fließgewässer erzählen im Erdgeschoss ihre Geschichten über Entstehung, menschliche Einflüsse, Nutzung und typische Arten der Flora und Fauna.  Interaktiv können die Besucher Informationen und Überraschendes entdecken, die verborgen im Inneren der Stelen plaziert sind und die diese Landschaften begreifbar machen.

Herzstück des „Landschaftsraumes“ ist die filmische Erzählung der Heideentstehung. 

Gleich daneben ein weiterer Hauptdarsteller: das Großmodell einer „Besenheide“. Es ist überraschend, wieviel sich zu dieser kleinen Pflanze erzählen lässt. Angefangen bei den Wurzeln, die in Symbiose mit einem Pilz leben, der für die Bodenversauerung verantwortlich ist, weiter über die nadelförmigen Blätter, bis hin zur Bedeutung als Futterpflanze für viele Nachtfalterarten und die Anpassung an Verbiss durch Tiere. Die bekannteste Rolle spielt sie für die Schnuckenhaltung und die Imkerei.

Von Imkern und Schäfern

Die umlaufende Galerie im ersten Stock  gewährt einen Blick auf die Blüten der Riesen-Besenheide. Hier summen Fotobienen und weisen auf den Ausstellungsbereich Imkerei hin. Eine Schnuckenherde, aus dem Erdgeschoss kommend, findet hier ihren Stall, so dass auch die Schnuckenhaltung vorgestellt werden kann, ebenso wie die ehemalige Dreeschwirtschaft. Besucher begegnen Strümpfe strickenden Schäfern, die aus der Zeit der Heidebauern erzählen. 

Heidepflege aus nächster Nähe

Viele Heidebesucher kommen in den warmen Monaten und erfreuen sich an der weiten Landschaft und der blühenden Heide. Welche Arbeiten aber im Winter notwendig sind, damit alle Jahre wieder die Heidekönigin ihre Krone aus lila Heide aufsetzen kann, bleibt oft im Verborgenen. Unsere Ausstellung zeigt nun die Arbeiten wie Plaggen, Schoppern, Beweidung, Mähen und Brennen aus nächster Nähe.

Der Mix macht`s

Würde jeweils nur eine Heidepflegemaßnahme allein eingesetzt werden, entstünde eine monotone, an Arten verarmte Landschaft aus gleichaltriger Heide, die zwar immer noch blühen, aber nur einem Bruchteil von Arten der Flora und Fauna einen Lebensraum bieten würde. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, könnte der nötige Nährstoffaustrag allein durch z.B. Beweidung nicht mehr geleistet werden. Dies geschieht erst durch den Mix mehrerer Maßnahmen, der ein Mosaik von unterschiedlichen Altersstadien der Heide entstehen lässt, das wiederum unterschiedliche Lebensräume und somit Ausweichmöglichkeiten für viele Arten bietet.

Diese komplexen Zusammenhänge aus Ökologie und auch Ökonomie - denn Heidepflege ist teuer - werden im Obergeschoss erläutert. 

Landschaftspflege mit den Zähnen

In der Landschaftspflege kommen nicht nur Heidschnucken zum Einsatz.

Faszinierende Aufnahmen von kauenden Mäulern der Schnucken, Wilseder Roten, Dülmener Wildpferden und Ziegen verdeutlichen die Bedeutung der „experimentellen Rasenmäher“. Hier werden gezielt Heidespitzen abgeknabbert, großflächig Gras gefressen oder Rinde von Bäumen abgeschält.

 

Wald ist nicht gleich Wald

Der VNP pflegt nicht nur die Heideflächen – auch Wald gehört dazu. Dieser Landschaftstyp muss ebenfalls gepflegt und bewirtschaftet werden, wobei jeder Waldtyp ein eigenes Pflegekonzept erhalten hat. Diese Konzepte aufgreifend werden in der Undeloher Ausstellung die verschiedenen Waldtypen und ihre Besonderheiten vorgestellt und auch der gestaltende Eingriff, der vom VNP erfolgt. Auch hier kann der Besucher selbst tätig werden, wenn er sich auf einem Holzpolter niederlässt und seinen eigenen Wald am Computer gestalten kann.

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Ein Urkundenteppich

Die Kulturlandschaft Heide, von vielen als „Landschaftsmuseum“ angesehen, konnte nur erhalten werden, weil sich seit nun 100 Jahren der VNP für ihren Erhalt und ihre Pflege einsetzt. Dieser Leistung wird durch einen Bereich im Obergeschoss Rechnung getragen, der die wichtigsten Ereignisse der Vereinsgeschichte darstellt, so z.B. die Vereinsgründung 1909 in München, die Ausweisung des Naturschutzgebietes Lüneburger Heide, den Beitrag zur Gründung des Nationalparks Hohe Tauern, den beständigen Protest gegen die militärische Nutzung der Roten Flächen und die Arbeit während 14 Jahren Naturschutzgroßprojekt.



Das Heide-Erlebniszentrum in Undeloh macht die Heidelandschaft begreifbar.
Ein Besuch lohnt sich das ganze Jahr, bei jedem Wetter –
denn hier erhalten Sie den Schlüssel zur Heide.